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Der Fährtenhund
Eine andere Möglichkeit, weitere gemeinsame Zeit mit seinem Hund zu verbringen, ihn zu fördern und ihn sinnvoll zu motivieren und zu beschäftigen, ist die Ausbildung zum Fährtenhund. Für den Hundeführer ist diese „Beschäftigungsart“ allerdings sehr zeitaufwendig.
Jedem Hund ist die Verfolgung einer Fährte praktisch angeboren. Schon der kleine Welpe versucht mit Hilfe seiner Nase seine Umwelt zu erschnuppern. Ein guter Geruchssinn, Neugierde und Tatendrang lassen ihn seine Umgebung erkunden. Diese hervorragenden Eigenschaften werden für die Fährtenarbeit genutzt.
Damit der zukünftige Fährtenhund (FH) mit möglichst vielen Bodenarten in Berührung kommt, sollten die Übungsfährten auf den verschiedensten Geländen gelegt werden. Ziel ist es, dass der FH dieser Fußspur (Fährte) folgt, ohne sie zu verlassen.
Ist der Hunde-Azubi nun schon ein wenig fortgeschritten, wird ihm beigebracht, verschiedene Gegenstände wie z. B. eine kleine Teppichrolle, eine Schlüsseletui o. Ä. anzuzeigen. Dieses sogenannte „Verweisen“ zeigt er, in dem er an der Fundstelle stehen (Kommando Steh) bleibt, sich setzt (Sitz) oder sich hinlegt (Platz).
Ein guter FH sollte seine Fährte in einem gleichmäßigen Tempo mit tiefer Nase absuchen. Die Winkel sollten von ihm nicht abgekürzt oder überlaufen werden.
Wer es möchte, kann die Fährtenhundprüfungen 1 und 2 absolvieren. Sie unterscheiden sich in Länge und Schwierigkeitsgraden der Fährten. Voraussetzung für eine entsprechende Teilnahme sind das Mindestalter des Hundes von 20 Monaten sowie eine zuvor bestandene Begleithundprüfung.
Auch diese Prüfungen werden nach den Richtlinien der Prüfungsordnung des VDH durchgeführt.
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